Vernadelung
Die Vernadelung dient der Aufnahme von Horizontalkräften im Mauerwerksgefüge. Diese treten primär bei Mauerwerksgefügen mit nicht kohäsiver Innenschale sowie bei kohäsiven Mauerwerksgefügen im Lasteintragungsbereich auf.
Die Nadeln, auch Nadelanker genannt, sind Stäbe aus Betonrippenstahl meist der Stahlgüte 420/500.
Nach Dahmann kann durch eine enge und steife Vernadelung die Tragfähigkeit dreischaliger Mauerwerksgefüge signifikant erhöht werden. Die Lastübertragung zwischen Mauerwerksschale und Nadel erfolgt über die Verbundwirkung des Injektionsmörtels zum Nadelanker und zum Mauerwerk. Maßgebend für die Wirksamkeit der Vernadelung sind die maximal aufnehmbare Ausziehkraft und die Federsteifigkeit der Nadel, die wiederum abhängt von der Stahlgüte und der Profilierung der Nadel, von den mechanischen Eigenschaften des Injektionsmörtels, von der Verbundlänge und von der Querzugfestigkeit des umgebenden Mauerwerks.
Bei den von uns bevorzugt verwendeten Nadeln ergeben sich folgende Werte;
-10er Stahl einfach, mittlerer Auszugwiderstand bei 500mm Einbindung 11,8Kn, Dehngrenze 9kN bei 0,2%.
-10er Stahl dop., mittlerer Auszugwiderstand bei 500mm Einbindung 22,1kN, Dehngrenze 18kN bei 0,2 %
Material V2A Rost und Säurebeständig, Werkstoff 1.4301
Die hier aufgeführten Werte schwanken Stark in Abhängigkeit vom Injektionsmörtel und Steingefüge, es handelt sich nicht um rechnerische Fixwerte! |